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Kreishandwerkerschaft Westlicher Bodensee

Willkommen bei der Kreishandwerkerschaft

Gemeinsam stark – für das Handwerk rund um den Bodensee

Unser Team

Marilena Mangili

Marilena Mangili

Kreishandwerksmeisterin
Sven Schreijäck

Sven Schreijäck

Geschäftsführer
Andrea Haberstroh

Andrea Haberstroh

Finanzwesen, Beitrags & Mahnwesen
Andreas Czogalla

Andreas Czogalla

Rundschreiben, Prüfungswesen, Ehrung

Häufig gestellte Fragen

Nicht jeder kennt die Bedeutung der Innung als Basisorganisation des örtlichen Handwerks. Schlagworte wie „Ansprechpartner für unternehmerische Probleme“ oder „Lobby in Politik und Wirtschaft“ erfassen das Gewicht der Innung nur unvollständig – manchmal lösen sie sogar Ablehnung aus.

Für Sie persönlich stellt sich vor allem die Frage nach dem praktischen Nutzen einer Mitgliedschaft. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie deshalb kompakt, welche konkreten Vorteile die Innung Ihrem Betrieb und Ihrem Berufsstand bietet.

Wir stellen Aufgaben und Dienstleistungen der Innung vor, die für Sie direkt nützlich sind. Natürlich können wir bei der Vielfalt der Tätigkeiten nur Ausschnitte zeigen – eine vollständige Darstellung würde ein ganzes Buch füllen. Daher konzentrieren wir uns auf die besonders relevanten Punkte für Ihren Betrieb.

Verkaufen und sich selbst präsentieren gehören auch im Handwerk zusammen – und die Innung hilft dabei aktiv. Durch moderne Öffentlichkeitsarbeit und Gemeinschaftswerbung trägt sie dazu bei, Ansehen und Umsatz Ihres Berufsstandes zu steigern.

Die Innung pflegt Kontakte zu Presse, Funk und Fernsehen, organisiert Pressekonferenzen und veröffentlicht Mitteilungen.

Besondere Aufmerksamkeit erhalten Veranstaltungen, die handwerkliche Leistungen demonstrieren. Dazu zählen Gewerbeausstellungen in Ihrer Region oder „lebende Werkstätten“, die die Vielfalt, Qualität und Leistungsfähigkeit Ihres Handwerks anschaulich zeigen.

Darüber hinaus beteiligt sich die Innung an Fachmessen und -ausstellungen, wie etwa der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München. Sowohl Gemeinschaftsstände von Landesinnungsverbänden als auch zahlreiche Einzelinnungen präsentieren dort ihr Können – ein Beispiel für die bundesweit aktiven Werbemaßnahmen der Innung.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, Auftragsmangel und die damit verbundenen Entlassungen von Fachkräften zu verhindern.

Schwarzarbeit schadet Betrieben, weil Aufträge entzogen und Arbeitsplätze gefährdet werden. Zudem liegt dem Schwarzarbeiter meist nur „schnelles Geld“ am Herzen, nicht Qualität – Gewährleistungsansprüche lassen sich oft nicht durchsetzen, und Pfusch schädigt das Ansehen des gesamten Handwerks.

Die Innung greift deshalb aktiv ein: Sie nimmt Hinweise von Mitgliedern oder der Bevölkerung auf, führt erforderliche Ermittlungen durch, sichert Beweise und leitet die Informationen an die zuständigen Ordnungsbehörden weiter. Diese können dann Maßnahmen wie Geldbußen, Zwangsgelder oder Betriebsschließungen verhängen.

Die Innung ist verantwortlich für die Abnahme der Zwischen- und Gesellenprüfungen der Auszubildenden und wird hierfür von der Handwerkskammer ermächtigt – auch Auszubildende von Nichtmitgliedsbetrieben werden geprüft.

Die Gesellenprüfungsausschüsse der Innung sorgen für eine sachgerechte und ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen nach strengen Standards. Dabei arbeiten viele Meister, Gesellen und Berufsschullehrer gemeinsam daran, die berufliche Entwicklung der Handwerksjugend zu fördern.

  • Zwischenprüfungen prüfen, ob die Auszubildenden den erforderlichen Ausbildungsstand erreicht haben. Unbefriedigende Ergebnisse führen zu Korrekturen oder notwendigen Maßnahmen.
  • Gesellenprüfungen stellen sicher, dass die Absolventen über die erforderlichen handwerklichen Fähigkeiten und theoretischen Kenntnisse verfügen, um erfolgreich als Fachkräfte im Handwerk zu arbeiten.

So garantiert die Innung, dass nur gut qualifizierte Nachwuchskräfte als Gesellen ins Handwerk eintreten.

Wo aufgeschlossene Handwerker zusammentreffen, entstehen automatisch persönliche Erfahrungsaustausche. Die Innung organisiert daher Ausbildungsreisen, überfachliche Seminare – auch speziell für Meisterfrauen – sowie gelegentliche festliche Zusammenkünfte.

Solche Kontakte stärken die Sicherheit im beruflichen Alltag: Wer sich fachlich mit Kollegen austauschen kann, profitiert von kritischen Rückmeldungen und gemeinsamen Erfahrungen.

Darüber hinaus bietet die aktive Teilnahme an Veranstaltungen die Möglichkeit, persönliche Fähigkeiten einzubringen und besondere Lebensfreude zu erleben, die hilft, auch unangenehme Situationen im Alltag gelassener zu bewältigen.

Wer innerhalb der Innung ein Amt übernimmt, merkt, dass dies zwar Idealismus erfordert, gleichzeitig aber die eigene Persönlichkeit stark bereichert.

Kosten für Lohn, Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und betriebliche Altersvorsorge sind zentrale Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Handwerksbetrieben.

Die Innung wirkt bei den jährlichen Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften auf der Arbeitgeberseite als Tarifexperte mit. Zwar hat sie ihre Mitwirkung beim Abschluss von Tarifverträgen an die Fachverbände delegiert, stellt aber sicher, dass ihre Mitglieder über die Auswirkungen von Lohn- und Nebenleistungsanpassungen informiert sind.

Darüber hinaus bietet die Innung den Betrieben detaillierte Auskünfte zum Tarifrecht und berät sie umfassend. Die Mitwirkung bei Tarifabschlüssen und die Beratung der Mitglieder ist daher eine verantwortungsvolle Aufgabe mit weitreichenden Folgen für die Betriebe.

Innungen vertreten das Handwerk vor Ort und betreiben gezielt Interessenpolitik in Stadt- und Landkreisen. Sie bringen ihren Sachverstand in Form von Gutachten und Stellungnahmen ein und setzen sich für die Belange ihres Berufsstandes ein.

Das Handwerk ist ein zentraler Bestandteil der lokalen Wirtschaft: Es produziert individuelle Güter und Dienstleistungen, schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze und trägt zur wirtschaftlichen Stabilität der Gemeinde bei. Daher ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Innungen und kommunalen Vertretungen von großem Vorteil.

Die Innung wirkt aktiv in der regionalen Wirtschaftsförderung mit, besonders bei öffentlichen Aufträgen. Sie berät Behörden bereits bei der Ausschreibung, um faire Chancen für Handwerksbetriebe sicherzustellen. So stärkt sie die Position kleiner und mittlerer Betriebe, die als stabilisierende Säulen der Wirtschaft anerkannt sind.

Die Leistungsfähigkeit des Handwerks hängt stark davon ab, dass fachliches Wissen und berufliches Können stets aktuell bleiben. Deshalb ist die Betreuung der Auszubildenden eine zentrale Aufgabe der Innung.

Die Innung regelt und überwacht die Lehrlingsausbildung nach den Vorschriften der Handwerkskammer. Sie sorgt für die berufliche Ausbildung und die charakterliche Entwicklung des Nachwuchses. Soweit die Handwerkskammer keine Regelungen trifft, kann die Innung eigene Vorschriften erlassen, die auch für Nichtmitgliedsbetriebe verbindlich sind.

Der Gesellenausschuss bringt hilfreiche Anregungen ein, und im ständigen Kontakt mit Schulbehörden und Berufsschulen stellt die Innung sicher, dass betriebliche, überbetriebliche und schulische Ausbildung optimal aufeinander abgestimmt sind – das weltweit anerkannte duale Ausbildungssystem.

Lehrlingswarte der Innung stehen vor Ort in engem Kontakt zu Betrieben, Schulen und Handwerkskammern und vermitteln bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Auszubildenden und Betrieben. Die letzte Entscheidungsinstanz ist der Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten, der unter Mitwirkung eines Gesellenvertreters unterschiedliche Standpunkte klärt.

So gewährleistet die Innung eine sorgfältige Überwachung und Betreuung der Berufsausbildung, die für die Qualität des Handwerks von großer Bedeutung ist.

Wirtschaft, Technik und Recht verändern sich ständig. Um als Handwerker erfolgreich zu sein, ist kontinuierliche Weiterbildung unverzichtbar – sei es für neue Maschinen, Werkstoffe, Arbeitsverfahren oder gesetzliche Regelungen.

Die Innung unterstützt ihre Mitglieder als ständiger Informationsvermittler, gemeinsam mit Kreishandwerkerschaften, Landes- und Bundesinnungsverbänden sowie der Handwerkskammer. Sie bietet Kurse, Seminare, Vorträge und fachliche Fortbildungsveranstaltungen, um Unternehmer, Meister und Gesellen auf dem neuesten Stand zu halten.

Die Innungsversammlung dient zudem dem regelmäßigen Austausch über Veränderungen und Innovationen im betrieblichen Umfeld. Darüber hinaus informiert die Innung schriftlich durch Rundschreiben, Fachzeitschriften und Broschüren zu speziellen Themen.